Essen und Tischsitten

Morgens isst man in Vietnam eine Nudelsuppe – meist mit Fleisch und etwas Gemüse. Dazu gibt es Baguette – ein Überbleibsel aus der französischen Kolonialzeit. Zu Mittag und zu Abend gibt es dann meist Reis zusammen mit Fisch oder Fleisch und Gemüse in diversen Geschmacksrichtungen: scharf oder mild, süßlich oder auch bitter. Die Suppe isst man danach. Es werden auch rohe Salate serviert. Wie in China werden die Essenszutaten klein geschnitten und aus einem Schälchen mit Stäbchen gegessen.

Zum Würzen gibt es nuoc mam – die vergorene Fischsauce – sowie frische Kräuter, z. B. Koriander, Minze etc. Die Blätter der Gewürze werden in die Fischsauce getaucht. Zum individuellen Nachwürzen steht ein Teller mit Salz und Pfeffer auf dem Tisch. Als Nachtisch gibt es frisches Obst oder sehr süße Kuchen. Grüner Tee wird zu jeder Gelegenheit serviert – bei der Begrüßung und Verabschiedung der Gäste, im Büro, im Tempel, nach dem Essen. In vielen Hotels erhält man ihn kostenlos.

Ansonsten trinkt man Mineralwasser („Soda“), Säfte (z. B. frischer Kokosnusssaft) oder auch Kaffee. Wein ist nicht üblich, lieber werden Bier oder Schnaps – vor allem bei Feiern – getrunken. [...]